Drei Frauen auf der Treppe

•20. Mai 2009 • Kommentar schreiben

Mittwochmorgen, 20. Mai 2009, kurz nach 11 Uhr, Bahnhof Oerlikon. Viele Leute sind unterwegs; einige kommen vom Zug, andere eilen zum Perron. Die Treppe beim Kiosk zur Unterführung wird rege benützt. Es ist ein ständiges Rauf-und-Runter-Durcheinander. Doch auf der drittobersten Stufe stehen drei Frauen und schwatzen. Sie blockieren fast die ganze Treppenbreite, die Leute müssen sich durch einen kleinen Spalt, den die Frauen nicht geschlossen haben, durch- und aneinander vorbeizwängen. Die drei Frauen stört das nicht, sie scheinen es nicht mal zu bemerken. Sie schwatzen, schwatzen, schwatzen. Und bleiben so, wie sie so schwatzen, nebeneinander auf der Treppenstufe stehen und versperren anderen Leuten fröhlich den Weg. Ist für Frauen das Schwatzen dermassen wichtig, dass es ihnen tatsächlich völlig egal ist, wo und in welcher Situation sie es tun und sie sich überhaupt nicht darum kümmern, ob ihre Schwatzerei ihre Mitmenschen beeinträchtigt oder nicht?

Antwort auf eine Lesermeinung im «Tagblatt» vom 30. April 2008

•1. Mai 2008 • Kommentar schreiben

Hallo H.S. Im «Zürich-Echo» vom 30. April äussern Sie sich enttäuscht darüber, dass es keine Anzeigetafel gibt, auf der Sie beim Umsteigen am Bahnhofquai sehen können, in wieviel Minuten Ihr Bus abfährt. Die VBZ sind derzeit daran, Bildschirme in die Trams einzubauen, auf denen man sehen kann, an welcher Haltestelle man welche Anschlusslinien hat und wie lange es dauert, bis die entsprecheden Wagen abfahren. Leider passiert die Umrüstung nicht allzu schnell; ich habe aber kürzlich bemerkt, dass auch die Tramserie 2000 schon teilweise über Bildschirme verfügt und nicht nur die Cobra-Trams. Haben Sie also noch etwas Geduld. Allerdings ist mir nicht ganz klar, weshalb sie am Bahnhofquai vom 14er in den 46er umsteigen. Eine Station weiter, am Stampfenbachplatz, haben beide Linien eine gemeinsame Haltestelle, wo Sie bequem ohne die Strasse (bei Rot) überqueren zu müssen, vom Tram in den Bus umsteigen können.

Dunkel in Dunkelheit

•15. Dezember 2007 • Kommentar schreiben

Seit einigen Jahren ziehen sich die Menschen immer häufiger dunkler an. Viele laufen sogar total in Schwarz rum. Das ist ja teilweise sogar sehr elegant und schön anzusehen. Tagsüber macht das ja auch nichts. Schlimm ist aber, dass sich viele Menschen auch keinerlei helle Farbtupfer verpassen, wenn sie in der Dunkelheit unterwegs sind. Selbst die Strassenbeleuchtung reicht nicht aus, um diese dunkel gekleideten Menschen rechtzeitig zu erkennen. Nicht nur für Autofahrer und Chauffeuren von Tram und Bus oder Velofahrern sind dunkel gekleidete Menschen schlecht erkennbar, auch für Fussgänger besteht grosse Gefahr, andere Menschen schlecht zu sehen. Daher appelliere ich an alle: tragt in der Dunkelheit hellere Farben! Damit ihr besser erkennbar seid! Und alle Autobesitzer, die mit dunklen Wagen in der Gegen rumkutschieren: Auch euere Autos sind meistens viel zu dunkel!

VBZ – Fahrplanwechsel – Haltestellennamenwechsel

•11. Dezember 2007 • Kommentar schreiben

Wenn man bei den VBZ anfragt, ob eine bestehende Haltestelle möglicherweise umbenannt werden könne, erhält man die Antwort, dies sei nicht möglich, weil Haltestellen-Umbenennungen immer mit sehr viel Aufwand und sehr hohen Kosten verbunden seien. Auf den letzten Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 hat es aber gleich mehrere Umbenennungen auf Stadtgebiet gegeben. Die bisherige Haltestelle «Irchel» heisst nun «Universität Irchel», und man steigt nun nicht mehr bei der «Utobrücke» aus, sondern bei «Sihlcity Nord». Die Haltestelle «Letzibeck» nennt sich jetzt «Letzipark». Nur – eine solche Haltestelle gab es bereits. Und weil es nicht geht, dass zwei Haltestellen, die so weit voneinander entfernt liegen, denselben Namen tragen, musste die alte Haltestelle «Letzipark» in «Letzipark West» umbenannt werden. Obwohl es doch sicherlich billiger gewesen wäre, die bisherige Haltestelle «Letzibeck» neu mit «Letzipark Ost» anzuschreiben. Aber vielleicht muss man ja bei den VBZ nach Arbeit suchen…?!

Eine dritte Autoröhre für den Gubrist und keine Bahn

•28. Oktober 2007 • Kommentar schreiben

Beim Gubristtunnel gibt es so viel Verkehr, dass jetzt eine dritte Röhre gebaut wird. Wieder eine Röhre für Autos. Ist das tatsächlich nötig? Hat man Untersuchungen angestellt, um rauszufinden, woher der Verkehr kommt, woher er geht? Hat man versucht, herauszufinden, ob man mittels Schaffung von Buslinien durch den Gubrist dem übermässigen Verkehrsaufkommen beikommen könnte? Warum wird keine Röhre für die Bahn gebaut? Bisher war es doch oft so, dass man den Individualverkehr reduzieren konnte, sobald ein gutes Bahnangebot vorhanden war. Hallo, hören wir nicht ständig etwas von zuviel CO2-Ausstoss beim Auto? Muss man diesen wirklich auch noch fördern, indem man am Gubrist noch eine Autoröhre baut?! man hat doch schon beim Üetlibergtunnel die Bahn «vergessen»…

Nachts, wenn alles schläft, sollte man Strom verbrauchen…?

•22. Oktober 2007 • Kommentar schreiben

Alles spricht vom Energiesparen. Ab 2010 sollen hierzulande die herkömlichen Glühbirnen nicht mehr erlaubt sein. Das ist gut so. Wir sollen die Elektronikgeräte nicht im Standby belassen, sondern ganz abschalten, um Strom zu sparen. Das machen wir auch brav. Und dann schauen wir, ob andere auch Strom sparen. Und es fällt auf: sie tun es nicht! Ist es zum Beispiel tatsächlich nötig, dass das Postzentrum Mülligen nachts so hell erleuchtet ist? Müssen Schaufenster nachts wirklich beleuchtet sein? Müssen Leuchtwerbungen und auch Firmenlogos von Banken, Detailhändlern, Discountern und anderen nachts wirklich leuchten? (Dass die Strassenlaternen die ganze Nacht Licht abgeben ist hingegen richtig.)

Fahrplan und Quartierbuslinie 40

•12. Oktober 2007 • Kommentar schreiben

Wofür gibt es bei der Quartierbuslinie 40 (Bucheggplatz-Rebhüsli) einen Fahrplan, obwohl dieser konsequent nicht eingehalten wird?! Ich fahre oft mit diesem Bus, habe aber noch nie erlebt, dass er zur angegebenen Zeit abfährt.

Menschen und die vorderste Tür

•16. September 2007 • Kommentar schreiben

Ich bin häufig mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs. Immer wieder beobachte ich Menschen, die teilweise vom hintersten Teil des Busses (oder auch Trams) zur vordersten Tür laufen, um dort auszusteigen – und an der Haltestelle nicht selten wieder am Gefährt entlang zurückgehen. Immer wieder frage ich: Was soll das? Warum durchqueren die Leute das ganze Gefährt und laufen an mehreren Türen vorbei, um ganz vorne auszusteigen? Warum steigen sie nicht bei der nächstgelegenen Türe aus?

Waren-Scanner im Laden

•9. Juli 2007 • Kommentar schreiben

Ich bin gespannt auf die Waren-Scanner im Einkaufswagen. Denn mit der Coop-Variante, dem Waren-Scanner in der Hand, geht das Einkaufen wohl kaum schneller. Anstatt dass das Kassenpersonal den Strichcode sucht und über den Scanner zieht, soll ich das als Kunde selbst machen. Die Wartezeit an der Kasse verlagert sich doch so einfach in den Einkaufsbereich vor den Gestellen, weil man dann die Arbeit des Kassenpersonals übernimmt. Und was ist, wenn man einen Artikel, den man schon gescannt hat, wieder zurückstellt, weil man ihn doch nicht kaufen will, und vergisst, zu stornieren? Geht das überhaupt…

Glückliche Gewinner?

•9. Juli 2007 • Kommentar schreiben

Immer wieder muss man lesen, dass es bei Wettbewerben «glückliche Gewinner» gab oder gezogen wurden. Warum sind die Veranstalter immer so sicher, dass es glückliche Menschen getroffen hat und nie unglückliche? Ich finde, es wäre besser, wenn es einfach «Gewinner» gäbe, und nicht auch noch «glückliche Gewinner»!

Rolltreppe – gehen oder stehen?

•5. Juli 2007 • Kommentar schreiben

In den letzten Wochen gab es in der Rubrik «Züri-Echo» im Tagblatt der Stadt Zürich eine Leserdiskussion über das Stehen und Gehen auf der Rolltreppe. Nachdem ich einige Beiträge gelesen hatte, entschied ich mich, auch meinen Senf dazuzugeben. Folgenden Text habe ich eingereicht und wurde auch abgedruckt:

Zur aktuellen Rolltreppen-Diskussion: Rolltreppen sind dazu da, dass man nicht treppensteigen muss. Wer trotzdem auf der Treppe laufen will, sollte – wo immer möglich (und oft gibt es nämlich neben der Rolltretreppe auch eine) – die «normale» Treppe benutzen. Viele Leute sind der Ansicht, dass sie auf der Rolltreppe durch das Laufen schneller sind als auf der «normalen» Treppe. Falsch! Dadurch, dass die Treppe in Bewegung ist (und auch wegen der anderen Leute) wird das Gehen aquf der Rolltreppe mühsamer. Das Gehen auf der «normalen» Treppe ist flüssiger und unbeschwerlicher, auch, weil sie meist leer ist. Darum sind Sie dort schneller – versuchen Sie es!     K.S.

In der nächsten Ausgabe kam dann schon eine Antwort von A.M.:

Rolltreppendiskussion: Liebe(r) K.S., deine Ansicht, auf Rolltreppen sei man mit Gehen nicht schneller als mit Stehen, ist eindeutig falsch. Probiers mal aus! Im Übrigen: Wenn der ankommende Zug etwas Verspätung hatte, erwischt man den Anschluss eventuell mit schnellem Rolltreppengehen. Zudem finde ich, dass ein bisschen Training auch nicht schlecht ist. Hast du schon bemerkt, dass auf vielen dieser Treppen auf den Stufen rechts 2 Füsse abgebildet sind und links abwechselnd auf den Stufen einmal ein linker, einmal ein rechter Fuss? Das heisst doch: rechts stehen, links gehen. Klar, das kann man halten, wie man will. Stehe du doch immer schön rechts, da hast du Ruhe und lasseden Eiligeren, Sportlicheren die linke Seite. Vor etwa 50 Jahren erlebte ich die frühen Rolltreppen in England und Amerika. Schon da wurde es so mit links/rechts gehandhabt. Ich bin 86 und gehe oft gerne, aber eben lieber auf der Roltreppe, es ist doch ein bisschen kürzer. Dass keine Missverständnisse aufkommen: Ich bin noch sehr fit.       A.M.

Ich überlegte mir, ob ich wieder via Tagblatt antworten sollte. Denn, dass auf der Rolltreppe gehen nicht schneller sein soll als darauf stehen zu bleiben, wie mir dies A.M. ganz am Anfang der Antwort unterstellt, habe ich nicht behauptet. Beim mehrmaligen Durchlesen hatte ich den Eindruck, es gibt für A.M. gar keine andere Treppe mehr als Rolltreppen. Als lasse ich es sein, und antworte nicht. Ich will mich nicht via Zeitung zanken.

deine Ansicht, auf Rolltreppen sei man mit Gehen nicht schneller als mit Stehen

Dieser Satz allerdings tut mir nach wie vor weh, denn das habe ich wirklich nicht gesagt!