Drei Frauen auf der Treppe
Mittwochmorgen, 20. Mai 2009, kurz nach 11 Uhr, Bahnhof Oerlikon. Viele Leute sind unterwegs; einige kommen vom Zug, andere eilen zum Perron. Die Treppe beim Kiosk zur Unterführung wird rege benützt. Es ist ein ständiges Rauf-und-Runter-Durcheinander. Doch auf der drittobersten Stufe stehen drei Frauen und schwatzen. Sie blockieren fast die ganze Treppenbreite, die Leute müssen sich durch einen kleinen Spalt, den die Frauen nicht geschlossen haben, durch- und aneinander vorbeizwängen. Die drei Frauen stört das nicht, sie scheinen es nicht mal zu bemerken. Sie schwatzen, schwatzen, schwatzen. Und bleiben so, wie sie so schwatzen, nebeneinander auf der Treppenstufe stehen und versperren anderen Leuten fröhlich den Weg. Ist für Frauen das Schwatzen dermassen wichtig, dass es ihnen tatsächlich völlig egal ist, wo und in welcher Situation sie es tun und sie sich überhaupt nicht darum kümmern, ob ihre Schwatzerei ihre Mitmenschen beeinträchtigt oder nicht?

Eine Antwort schreiben